Der Narziss von Kiew

Kriegsschäden in der Ukraine

Ein Volk in der Geiselhaft einer Regierung. Die dank der Protestwähler überraschend an die Staatsspitze gespült wurde. Mit einem Präsidenten, der in dem vom Oligarchen Ihor Kolomoskyi finanzierten TV den Präsidenten gespielt hat. Der jetzt diese TV-Rolle anlässlich einer russischen Invasion weiter spielt. Des neuen TV-Präsidenten Kulisse: Tote Ukrainer. Als politische Staffage für einen neuen Weltstar. Wolodymyr Selenskyj.

Hinnerk Schönemann als Kommissar

Selenskyj weiß: Ein Schauspieler muss seine Rolle überzeugend spielen. Dynamisch, im ärmellosen Leiberl, wie Hinnerk Schönemann als Kommissar Simmel im Krimi „Marie Brand und die Leichen im Keller“. Mit Durchhalteparolen, kopiert aus Winston Churchills „Blut, Schweiß und Tränen“ – Rede im Mai 1940.

TV-erprobt, hält er Videoauftritte : Vor dem US-Kongress, dem Londoner Unterhaus, dem deutschen Bundestag, der israelischen Knesset, dem EU-Parlament, der Grammy-Gala etc. Er ist auf den Geschmack gekommen, politisch hofiert zu werden.

Nützliche Idioten

Doch es gibt – anders als im TV – nicht nur fiktive Tote. In der Ukraine sterben täglich echte Menschen. An der Staatsspitze ein (im Sinne Lenins) „nützlicher Idiot“ im geostrategischen Spiel der Mächtigen. Der mit Freiwilligen aus aller Welt – nach dem Vorbild der „Internationalen Brigade“ im spanischen Bürgerkrieg – die russische Armee besiegen möchte. Der nicht merkt, dass es den anderen nur darum geht, der alten NATO mit einer „heiligen“ Verteidigungspflicht einen neuen Sinn zu geben. Oder wie Joe Biden in den fernen USA . Der dem weltgrößten Erdöl- und Erdgasproduzenten neue Märkte in Europa verschaffen möchte.

„Lernen Sie Geschichte!“

Präsident Selenskyj
TV-Auftritte mit Durchhalteparolen

„Lernen Sie Geschichte“ sollte man frei nach Bruno Kreisky dem jungen Mann in der Ukraine zurufen. Er kann sich das Schicksal deutscher Städte im 2. Weltkrieg ansehen. Etwa Wien, das auf Hitlers Befehl bis zum Letzten gegen die anrückenden Russen zu verteidigen sei. Das von den Alliierten zwischen April 1944 und März 1945 bereits 115-mal bombardiert worden war.

Einmarsch 1945
Rote Armee: Einmarsch 1945

Das am 2. April 1945 von der Roten Armee bei einem Kräfteverhältnis 1:10 eigekesselt war.

Drei mutige Offiziere, die mit der „Operation Radetzky“ Wien ohne weitere Zerstörungen kampflos den Russen überlassen wollten, wurden am 8. April öffentlich gehängt. Der Stephansdom, das Parlament und die Staatsoper mussten erst in Flammen aufgehen, ehe am 13. April 1945 eine neue Regierung die Stadt unter den Schutzschirm Russlands stellte. Wiens aussichtslose Verteidigung forderte 11.000 Tote. 21.317 Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt, die städtische Infrastruktur außer Gefecht gesetzt. Wobei Wien aus der Sicht der Militärhistoriker durch diese Kapitulation noch glimpflich davon kam.

Bombardierte Oper in Wien

Die Wiener Staatsoper wird nach dem Fliegerangriff am 12. März 1945 bis auf die Hauptmauern und das grosse Stiegenhaus am Ring ein Raub der Flammen. Photographie.

Es gab Städte wie Dresden mit 25.000 Toten. Oder im August 1945 Hioshima und Nagasaki – bombardiert mit „Little Boy“ und „Fat Man“. Mit 100.000 Toten zeigten sie aller Welt, was Österreich erspart geblieben ist. Doch für Selenskyj ist die Übermacht der russischen Invasoren kein Grund aufzugeben. Er macht aus taktischen Rückzugsmanövern der Russen ukrainische Rückeroberungen. Er hält weitere Reden und präsentiert dem Westen zornbebend jene toten Zivilisten, die es bei einer sinnvollen Politik ohne patriotische Durchhalteparolen gar nicht gegeben hätte.

Jerusalems Ende

1945: Russisches G.P.U.-Massaker im ukrainischen Zlotsov

Mit etwas Diplomatie und einem anderen Präsidenten wäre Russlands Überfall auf die Ukraine vermeidbar gewesen. Nun beschwört Selenskyj die NATO, ihn in seinem Krieg gegen Russland zu unterstützen. Er fordert Israel auf, ihm zur Abwehr des östlichen Brudervolkes Raketenabwehr-Systeme zu liefern. Um Millionen Ukrainer vor einem russischen Holocaust zu bewahren.

Krieg in Tschetschenien, zerbombtes Grozny 1996 (Foto:DP)

Die Bilder, die uns seit Kriegsbeginn täglich in den Nachrichten präsentiert werden, kommen nicht überraschend. Bereits der erste Tschetschenien-Krieg produzierte 6000 tote Russen und 50.000 tote tschetschenische Zivilisten. 20 Jahre später legten im syrischen Bürgerkrieg syrisch-russische Truppen Aleppo in Schutt und Asche. Bloß aus dem Jemen erreichen uns selten Bilder. Nur am Rande wird der seit 2015 tobende Krieg der Saudis und ihrer westlichen Alliierten gegen jemenitische „Patrioten“ als eine „humanitäre Katastrophe“ erwähnt – fünf Millionen Menschen stehen kriegsbedingt am Rand einer Hungersnot.

2016 :Krieg in Syrien, zerbombtes Aleppo

Schon zu Jesus Zeiten hat es Zeloten und andere politische Scharfmacher gegeben. Sie erhofften einen „Messias“, der dank göttlicher Macht die Römer aus dem Land jagen wird. Doch Jesus war anders. Vielleicht war das der Grund, warum er als Pazifist mit seinen Anhängern eine „Gefahr“ für all jene war, die seine Lehre nicht verstanden – oder nicht verstehen wollten. (Siehe „Jesus trifft Buddha“).  

Seit 2015: Krieg im Jemen, zerbombtes Sanaa

Ukrainische Diaspora

Durch Selenskyj’s „Strategie“ sind 10 Millionen Ukrainer auf der Flucht, davon 4,3 Millionen Kinder. Die Hälfte davon befindet sich bereits im Ausland. Eine ukrainische Diaspora. Schon jetzt summieren sich nach WIIW-Schätzungen die ukrainischen Sachschäden auf 62 Milliarden Dollar. Mit einem einzigen Gewinner: Ein Präsident, der sich dank der russischen Invasion mit seinem Kriegsepos vom lokalen TV-Star zum Retter des freien Westens hochstilisiert.

Ein Krieg macht uns alle ärmer. Russlands Vorkriegs-Forderungen lauteten: Gebietsverzichte (Krim), Anerkennung abgespaltener (ostukrainischer) Regionen, immerwährende Neutralität und Verzicht auf einen NATO-Beitritt. Österreich hat zwei verlorene Weltkriege gebraucht, um sich mit einem derartigen Status abzufinden. Auch die Ukraine hätte als Nachbar Russlands für eine friedliche Zukunft – nach dem Vorbild Österreichs – einen erfahrenen Staatschef wie Leopold Figl oder Bruno Kreisky benötigt. 

Schützt die UkrainerInnen

Präsident Putin, der „Schlächter“

„Ich rechne damit, dass der Krieg in Kiew und in anderen Städten langwierig, zerstörerisch und sehr blutig sein wird“, analysiert der jüdische Militärhistoriker Martin Creveld vor einigen Tagen die Lage. Ob die derzeitigen Verhandlungen ein Ende bringen werden, wissen nicht. Wir – nicht die USA – organisieren inzwischen Flüchtlingsheime, um die Folgen dieses Größenwahns auszugleichen. Feiern und fordern in Benefizkonzerten den Frieden. Während der US-Präsident als Oberbefehlshaber seine Truppen in Polen besucht, um dort die Eliminierung des „Schlächters“ in Moskau zu fordern.

Unsere Politiker in den USA und der EU dem mutigen Präsidenten in Kiew als „Ukraine-Hilfe“ überschüssige Waffenbestände in Milliardenhöhe liefern, um mit ihnen den Weltfrieden zu befeuern.

Biden bei US Truppen in Polen
Biden in Polen

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